Fünf Thesen der Krisenkommunikation, die ich zwar während meines Studiums erstellt habe, die mich aber immer wieder einholen. Vielleicht erkennen Sie ja auch die inhaltliche Auseinandersetzung im Bereich der Krisenkommunikation. Ich freue mich auf konstruktive Kommentare:
Um Konflikte frühzeitig zu erkennen und möglichen Krisen zu entgegnen, muss Kommunikation präventiv angelegt sein.
Krisenprävention ist eine Investition in die Zukunft des Unternehmens. Krisen treten nicht plötzlich und unerwartet auf, sondern sind als Entwicklungsprozess absehbar. Bei einer ganzheitlichen Kostenbetrachtung sind die Kosten der Krisenvorsorge deutlich geringer als die Folgekosten einer eingetretenen Krise.
Krisenmanagement muss auf der höchsten Entscheidungsebene organisatorisch verankert werden.
In einer komplexen Krisensituation müssen Ursachenanalyse und Folgeabschätzungen schnell und treffsicher durchgeführt werden. Diese Verankerung sichert Rückendeckung, Durchsetzungskraft und Schnelligkeit bei Entscheidungen über und Umsetzung von Maßnahmen.
Nach einem Kriseneintritt sollte sofort eine Kommunikation mit einer verbundenen Strategie stattfinden.
Das Unternehmen reagiert auf die Krise und agiert in den Medien, je früher die Kommunikation stattfindet. Bei einer zeitlich verzögerten Kommunikation nach dem „ersten Sturm“ reagiert das Unternehmen nur noch auf die Berichte in den Medien. Die inhaltliche Reaktion auf die eingetretene Krise ist dann oft nicht mehr in einer unvoreingenommenen Art möglich.
Glaubwürdigkeit, Akzeptanz und Image sind stets betroffen, da jegliche Art von Krise Auswirkungen auf das Organisationshandeln hat.
Selbst eine einzige Krise kann das mühsam aufgebaute positive Image einer Organisation destabilisieren. Die Zielsetzung einer Kommunikation sollte dabei eine aktive, offene, umfangreiche und wahrheitsgetreue Kommunikation sein. Ziel hierbei ist es, während und nach der Krise verlorenes Vertrauen wieder herzustellen oder neu aufzubauen.
Krisen können Absatzrückgänge und Substanzverluste verursachen und im schlimmsten Fall die Existenz einer Organisation bedrohen.
Krisen können den Absatz eines Produktes beeinflussen oder zum Verlust von Marktanteilen führen. Im schlimmsten Fall kann eine Krise sogar den Fortbestand einer Organisation bedrohen. Der Ausgang einer Krisensituation ist offen, wobei jede Krise einen Wendepunkt darstellt, der Möglichkeiten und Chancen bietet
Und – gelernt ist gelernt- natürlich darf die Literaturangabe nicht fehlen:
Töpfer, Armin Plötzliche Unternehmenskrisen: Gefahr oder Chance?,
Luchterhand Verlag (1999)
Mast, Claudia Unternehmenskommunikation: ein Leitfaden,
Lucius & Lucius Verlagsgesellschaft (2002)
Herbst, Dieter Praxishandbuch Unternehmenskommunikation,
Cornelsen Verlag (2003)
Und einer meiner persönlichen Bestseller:
Avenarius, Horst Public Relations, Primus Verlag (2000)