Dieses Thema ist immer wieder ein Spagat für mich. Einerseits bin ich derjenige, der versuchen soll sich möglichst innovative Ideen für die Vermarktung auch von Sportclubs zu überlegen, andererseits bin ich der Traditionalist, der Fußballfan, der der kommerziellen Entwicklung im Profifußball kritisch gegenüber steht.
Ich habe mich seinerzeit bereits bzgl. der ESPRIT-Arena in Düsseldorf darüber amüsiert/pikiert/whatever, weil man es nötig hatte verschiedenfarbige, bunte Sitze zu verwenden, damit das 51.500 Zuschauer fassende Stadion nicht so leer aussieht, wenn im weiten Rund mal wieder weniger Zuschauer zugegen sind. Visuelle Manipulation könnte man sagen.
Der italienische Zweitligist Triestina hat nun aber den Vogel abgeschossen.
Angeblich um Betriebskosten zu sparen (jaja), hat man nur einen Teil der Tribünen der Nereo-Rocco-Arena für den Publikumsverkehr geöffnet. Ganze Sektoren wurden dann mit einem Tuch überspannt, auf dem Fanportraits aufgedruckt waren (!).
Natürlich spart man gewisse Kosten, wenn man Tribünen nicht öffnet, ich denke aber eher, dass es an mangelndem Zuschauerzuspruch liegt, dass die Tribünen geschlossen wurden. Hinter vorgehaltener Hand ist das auch so der Tenor der italienischen Fanszene.
In naher Zukunft sollen die leeren Ränge der Arena mit Werbebotschaften überdeckt werden. Ist das nun eine gute Idee?
Ich persönlich würde eher dazu raten mit entsprechenden Maßnahmen die Zuschauer wieder ins Stadion zu holen, denn diese Art von Vermarktung würde in Deutschland wohl ins Gegenteil umschlagen. Der Club und dessen Fans würden mit Hohn und Spott übersäht.
Sollten also tatsächlich bald in der Nereo-Rocco-Arena auch die Fangesänge vom Band kommen?
PR ist ein probates Mittel um Unternehmen zu präsentieren. Wenn PR gut läuft, dann ggf. sogar effizienter als so manche Werbemaßnahme. Doch nicht nur gestandene Unternehmen und Unternehmer können oder sollten sich die Dienste einer PR-Agentur gönnen – nein, auch Gründer profitieren davon.
Da es aber immer wieder Mißverständnisse darüber gibt was eine PR-Agentur leisten kann oder leisten muß, gibt es einen sehr schönen Artikel von Tilo Bonow im Online-Magazin “Gründerszene”, der so manchem Unternehmer vielleicht einmal die Augen öffnet.
PR-Agenturen sind sinnvoll und wirksam – aber auch sie können nicht zaubern, wie es die Erfahrungen z.B. mit Sportvereinen dieser Welt zeigten.
Interessant ist es allemal. Ich bin ja mittlerweile nicht mehr so verwöhnt und schon froh, wenn Unternehmen sich überhaupt dem Thema Social Media stellen und es nutzen.
Da sollte man einen gewissen Lernprozeß schon zubilligen.
Da hat Coca Cola doch mal wieder den Vogel abgeschossen. Klasse Aktion, bei der das reale Leben mit Facebook verknüpft wird.
In Israel veranstaltet Coca Cola jährlich eine Art Vergnügungspark mit verschiedenen Attraktionen, von der Wasserrutsche bis hin zur Massagebank. Jeder Besucher erhielt zu Beginn ein Armband, auf dem seine Facebook-Accountdaten gespeichert waren. Bei jeder Attraktion wurde ein Sensor aufgebaut, der einen “Gefällt mir” Button aktivierte, wenn der Besucher sein Armband davor hielt. In Echtzeit wurde diese Info dann an Facebook übertragen. Sogar Fotos etc. wurden gemacht. Aber seht Euch die Aktion einmal selbst an:
Die Frage hätte ich mir auch gestellt, wenn ich nicht am Mittwoch mit meinem Sohnemann im Kino gewesen wäre.
Marmaduke heißt der Streifen und dieser hat letztlich tatsächlich mit Social Media zu tun.
Ich möchte keine Filmkritik schreiben – wobei der Streifen für Hundeliebhaber und Kids mit Sinn für coole Sprüche wirklich lustig ist.
Um Euch kurz im Bilde zu halten ein kleiner Handlungsabriss.
Eine Familie lebt in Cansas, zusammen mit der dänischen Dogge Marmaduke. Papa ist Marketing-Fuzzy (eigentlich eher Werbedesigner) in der Tierbranche. Er bekommt das Angebot eines Fastmarktführers für Bio-Hundefutter in Californien zu arbeiten und zieht sein Ding durch, meint Umzug und angenommene Stelle. Dies macht er allerdings, ohne seine Kinder zu fragen. Wie es komemn muß sind Hund, Sohn und Tochter letztlich unglücklich in Californien und Papas Ideen kommen in seiner neuen Firma auch nicht so gut an. Am Ende rettet Papa lieber seinen Hund als zu einer Firmenpräsentation zu gehen – und wird gefeuert.
Nun kommen die Social Media ins Spiel. Papa Phil hat zwar die Präsentation versaut und der Deal seines (jetzt Ex-)Arbeitgebers mit einem potenziellen Partner ist dadurch geplatzt, aber seine Hunderettungsaktion wurde von neuen Freunden seines Sohnes mit einer Cam aufgenommen und bei Youtube platziert. Das Video hatte ratz fatz über 600.000 Klicks und damit ist der Deal seines (nun wieder) Arbeitgebers doch noch geglückt.
Also liebe Unternehmer und Werbefuzzies: Social Media Integration ins Marketing lohnt sich tatsächlich. Auch wenn es sich hier nur um ein fiktives Hollywoodszenario handelt, so könnte ein ähnlicher Fall durchaus in der Realität vorkommen.
Die Ohren sind grade den letzten Vuvuzela-Klängen entkommen, die Nationalmannschaft ihren Fans am Frankfurter Flughafen ebenso, da laufen schon die ersten Werbungen via TV: Sky bietet für 19.90 Euro im Monat bis Januar 2011 Bundesligafußball LIVE an. Das Kleingedruckte, wonach ab Januar dann wieder mindestens 32 Euro fällig werden, wird immer kleiner gedruckt.
Ich frage mich immer noch, ob und warum die Strategen der Sender, egal ob Sky oder seinerzeit Premiere, es noch nicht kapiert haben: mit einem solchen Preis ist der Otto-Normal-Fußballfan nicht zu bekommen.
Ich gehe nach wie vor jede Wette ein: ein “Sky-Follow-Your-Team-Ticket” für 10-15 Euro im Monat (also alle Spiele des Lieblingsteams – egal ob Freundschaftskick, Pokal oder Liga verfolgen) würde einen wesentlich höheren Umsatz generieren. Zudem würde das wie ein Lauffeuer rumgehen, so dass man sogar Werbeetats kürzen könnte.
Schönes Viral … Und bedenkt man die Umsetzung, sicherlich auch für das kleine Werbebudget geeignet … Da sieht man es mal wieder, die einfachen Dinge sind meistens die Besten!!!
Meine Mutter sagte schon früher immer: “Iss Käse, dat gibt Muckis!” Ich wollte es nie so recht glauben, geschmeckt hat er trotzdem.
Allerdings mag ich keinen Cheddar, sondern eher Sorten wie Butterkäse, Gouda und Edamer.
Dieser Käseliebhaber aber scheint Cheddar zu vergöttern. Wenn auch zuerst etwas traurig anmutend.
Was tun Hooligans an einem Valentinstag? Wem schütten sie ihr Herz aus?
Das fragten wir uns ja bereits schon einmal. Diese wirklich gelungene Kampagne von Puma gibt es natürlich auch in der italienischen Version, die ich Euch nicht vorenthalten möchte. Schaut es Euch an, irgendwie wirken die Jungs auch hier auf einmal richtig kuschelig und nett.
Sehr schöne Kampagne des Herstellers Puma.
Was tun Hooligans an einem Valentinstag? Wem schütten sie ihr Herz aus? Schaut es Euch an, irgendwie wirken die Jungs auf einmal richtig kuschelig und nett. Vielleicht aber auch deshalb, weil ich englische Fangesänge liebe und mir jedesmal eine Gänsehaut garantiert ist.