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Früher einmal fand ich Radsport klasse. Zwar uninteressant für mich zu gucken, aber dennoch klasse. Warum? Nun, ich konnte und kann z.B. der Materialschlacht in der Formel 1 nichts abgewinnen. Für mich ist Sport immer damit verbunden, dass man die Sportgeräte aus eigener Kraft bewegt. Auch wenn ich den Aufschrei der Formel 1- Fans nun bereits erahnen kann – sicherlich ist dieser Sport für die Fahrer auch körperlich höchst anstrengend, ich aber setze da andere Bewertungskriterien für mich an.

Ich habe die Drahteseltreiber immer bewundert, wie sie beispielsweise die Bergstrecken der Tour de France hochgeackert sind. Hier im norddeutschen Flachland ist ja bereits das fahrradeske Erklimmen eines Deiches zu vergleichen mit einer Pyrenäen-Etappe.
Radsport war für mich immer ein ehrlicher und harter Sport.

Diese Bewunderung der sportlichen Leistungen ist allerdings einem absoluten “ist mir doch egal” gewichen.
Schlimm finde ich, dass die Dopingskandale der letzten Jahre im Radsport ganze Generationen von Erfolgen in Frage stellen.
Was ich aber noch schlimmer finde, das ist die anhaltende Dummheit der Fahrer. Ich entschuldige mich für diese verbale Entgleisung, aber anders ist es wohl nicht zu bewerten und zu benennen. Ich meine ein Sport, in dem es so viele Skandale innerhalb kürzester Zeit gab – und die Fahrer dopen immer noch fleissig weiter. Wohlwissend, dass ein ganzer Sport unter besonderer Beobachtung steht.

Man stelle sich vor, ein holländischer Grenzübergang wird vermehrt kontrolliert und es werden eben dort vermehrt Drogen gefunden und konfisziert. Wer wird denn dann über diesen Grenzübergang weiterhin Drogen schmuggeln?

Man vermutet sicherlich eher die nicht so ganz hellen Subjekte der kriminellen Gesellschaft, oder?

Milram (Nordmilch) zieht sich nun vom Radsport zurück. Offiziell mit der Begründung, dass die Marketingziele erreicht wurden und kein Engagement mehr in diesem Bereich notwendig wäre. Es gibt aber hinter vorgehaltener Hand anscheinend auch andere Beweggründe.
Letztlich wird der Doping-Pool Radsport mit seinem immer unglaubwürdigeren Auswüchsen und einem wachsenden Nagativimage selbst dafür verantwortlich sein, dass sich immer mehr Sponsoren distanzieren.

Mir tut es für die ehrlichen und hart für den Erfolg arbeitenden Fahrer im Radsport leid, die unter dem Verfall der Sportethik einiger Rad”sportler” zu leiden haben.

Ich jedenfalls muß in den nächsten Jahren erst einmal wieder davon überzeugt werden, dass man “ehrliche Arbeit” im Radsport abliefert, bevor ich wieder so etwas wie Bewunderung empfinde. Da schaue ich mir lieber den Sechstagemarathon im Hallenhalma an oder die Murmelmeisterschaften im Murmelstadion zu Jennelt/Uttum.

Wenn man einmal sein Umfeld fragt, wie es denn so über den Golfsport denkt, so denken nicht wenige Menschen an alte Leute mit Langeweile. Alte Leute, die in ihrem Leben viel Geld verdient haben und dieses nun in ihr Hobby investieren, damit sie nicht von allen vergessen auf ihrem Sofa darben.

In den USA ist Golf allerdings bereits ein Sport, der so populär wie bei uns der Fußball ist.

Der Golfsport wird sicherlich in Deutschland noch lange einen Hauch von elitärem Ballschlagen haben, dennoch widmen sich immer mehr Golfanlagenbetreiber der Philosophie: Golf ist ein Sport für Jedermann.

An der Nordseeküste ist vor einigen Monaten eine Golfanlage entstanden, die so gelegen ihresgleichen sucht: die Golfanlage Schloß Lütetsburg. Himmlisch verführerisch an einem der schönsten privaten Parks Norddeutschlands gelegen, nur fünf Minuten vom Hafen in Norddeich entfernt, golft man hier am Rande eines Landschaftsgartens mit europaweitem Seltenheitswert vor der Kulisse eines charmanten Schloss-Ensembles aus dem 16. Jahrhundert.

Speziell für Unternehmen, die sich Unternehmern und Privatpersonen werbewirksam präsentieren möchten, ist die Golfanlage eine echte Chance. Nicht zuletzt die Golfer unter den 1,4 Mio. Ostfrieslandurlauber aus ganz Deutschland (und vornehmlich dem Ruhrgebiet) sind ein wirklich spannendes und lohnenswertes Klientel, das sich gern mit dezent gestalteter Werbung vom Arzt (im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten) über die Genußmittelindustrie bis hin zum Versicherungsunternehmen umwerben läßt. Das sich dort bildende Netzwerk an Unternehme(r)n ist ein echter Anreiz, denn hier werden sicherlich einige sinnvolle und fruchtbare (Geschäfts-)Kontakte geknüpft.

Der Golfclub in Lütetsburg hat den Anspruch und die Philosophie, dass jedermann Golf spielen sollte – gleich ob alt, jung, arm oder reich, Cabrio- oder Motorradfahrer, Klassik- oder Rockliebhaber. Auch dieser Anspruch birgt für Werbekunden ein hohes Potenzial, denn es kommen auch Personen mit Werbung in Kontakt, die man ggf. anderorts in der Form nicht erreichen würde. Auch die Möglichkeit eigene Turniere zu veranstalten ist ein großes Plus. Wie wäre es z.B. mit einem Kinder-Golfturnier, das von Schokoladenherstellern durchgeführt wird?

Ich selbst war bereits mehrfach auf der Anlage und kann einen Besuch nur empfehlen.

Das Schloß Lütetsburg

Eigentlich möchten wir in unserem Blog ja Themen ansprechen, die sich rund um das Thema Marketing und Kommunikation drehen.

Zuletzt bekam der Profisport mit seinen Legionärs-Attituden ein wenig Breitseite von mir. Das es auch anders geht habe ich auch bereits angemerkt.

Das es aber Menschen gibt, die sich komplett der Wohlätigkeit widmen und kein eigenes verdientes Profieinkommen für sich behalten – ja sogar aus Gründen der Wohltätigkeit selbst in Geldnot geraten – daüber habe ich noch nicht geschrieben.

Wie auch? Ich wußte bis vor kurzem selbst nichts von Manute Bol. Vielen Dank an Oggy dafür, daß er diesen Mann und seine Lebensgeschichte vorstellte – und mir so den Einblick in das Leben eines der wohl unglaublichsten Profiathleten ermöglichte.

Das schreibt Wikipedia über Bol:

“Manute Bol (* 16. Oktober 1962 in Gogrial, Sudan; † 19. Juni 2010 in Charlottesville, Virginia) war ein Basketballspieler aus dem Sudan, der bei den Washington Bullets, Golden State Warriors, Philadelphia 76ers und Miami Heat in der NBA spielte. Der 2,31 Meter große Bol spielte die Position des Centers und war neben Gheorghe Mureşan der größte Spieler der NBA-Geschichte. Im Gegensatz zu jenem war seine Größe aber nicht das Resultat einer Wachstumsstörung. Er gehörte zur ethnischen Gruppe der Dinka.”

Diese Story brachte also der Berliner Kurier über Bol:

Dies ist die Geschichte eines Sportlers namens Manute Bol. Klar, dass Sie jetzt die Stirn runzeln. Höchstwahrscheinlich kennen Sie Manute Bol nicht, weder seine Herkunft als Stammeskrieger der Dinka noch seine Karriere als Basketballer in der besten Liga der Welt noch sein Leben als Wohltäter für ein gottverdammtes Fleckchen Erde namens Sudan. Sie sind hier hängen geblieben, weil die Fotos so außergewöhnlich sind. Und wollen jetzt weiterblättern. Tun Sie’s nicht. Sie verpassen sonst die Geschichte über einen der faszinierendsten Athleten auf diesem Planeten. Eine Geschichte, die leider kein Happy-end hat. Denn manchmal ist das Leben ein echtes Arschloch.

Der beste Start in diese Geschichte ist die unvorstellbare Größe von Manute Bol. Was man halt auf den ersten Blick an Größe sieht. 2,31 Meter. 231 Zentimeter. 29 Zentimeter größer als Vitali Klitschko. Und der ist verdammt groß. Aber erst, wenn Sie Vitali Klitschko einen Fußball auf den Kopf gelegt und darauf einen Trinkbecher gestellt und das Ganze überlebt haben, kriegen Sie eine Vorstellung, wie groß Manute Bol war.

2,31 Meter. Der größte Spieler, der je in der nordamerikanischen Profiliga NBA Basketball spielte. Aber nicht als Freak, sondern als gefeierter, geliebter, gefürchteter Player. Player, das heißt Spieler. Der – auf Einsatzminuten umgerechnet – mehr Würfe abblockte als jeder andere NBA-Star. Aber auch als Entertainer glänzte. Die größte Show unterm Korb. Genau das war Manute Bol.

Woody Allen war ein glühender Manute-Bol-Fan

Als er gegen Michael Jordan spielte, den besten Basketballer aller Zeiten, wurde er gefragt, ob er Angst habe. Denn Jordans Spezialität war, den Ball von oben in den Korb zu donnern. Dunk nennt man das.

Demütigung nennt man es, wenn es einem 2,31-Meter-Riesen passiert. Manute Bol antwortete: „Fragt Michael Jordan, ob er schon mal einen Löwen mit einem Speer getötet hat!“

Das hatte der junge Dinka-Krieger Manute getan, als er in Teenagerjahren die Kuhherde seines Stammes bewachte. „Kühe sind das Leben bei uns zu Hause“, erklärte er cool. Jordan gelang kein Dunk gegen Bol. Natürlich nicht.

Schauen Sie sich einfach mal ein Manute-Bol-Video auf Youtube an. 231 Zentimeter. Aber nur knapp über 100 Kilo, vielleicht 105 oder 107. Hier spielte kein Koloss, sondern ein riesengroßer Junge, dessen Ruhm mit jedem geblock-ten gegnerischen Wurf wuchs. Und wuchs.

Woody Allen war ein glühender Manute-Bol-Fan. Allen huldigte dem jungen Mann, der ohne ein Wort Englisch zu können in die USA gekommen war, „um meinen Traum zu leben und um nie zu vergessen, woher ich komme“.

Woody Allen erzählte auch gerne Witze über Bol, wie zum Beispiel diesen: „Er ist so dünn, dass sein Team bei Auswärtsreisen gar keinen Flug für ihn bucht. Manute wird einfach in die Stadt des nächsten Gegners gefaxt.“
Er gab seinen ganzen Lohn dem Sudan

Aber Allen und andere Promis erkannten auch, dass sich hinter der Basketball-Besessenheit und dem Humor des Riesen auch ein ganz ernster Hintergrund verbarg.

„Es gibt Tausende Sportler, die wegen Drogen, Sex oder teuren Autos pleitegegangen sind“, schrieb ein US-Journalist, „Manute Bol ist wohl der einzige, der wegen Schulen, Kirchen und Kliniken Bankrott anmelden musste.“

Der größte Star des Sudan gab seinen ganzen Lohn als Basketballer einfach her. Geschätzte sechs Millionen Dollar. Für humanitäre Projekte im Sudan, diesen Höllenfleck der Erde. Seit 1983 herrscht dort Bürgerkrieg. Nachdem sich zuvor von 1955 bis 1972 Sudanesen gegenseitig abgeschlachtet hatten. Das Wort Darfur – die schlimmste Region im Sudan – ist längst ein Synonym für Völkermord, Trostlosigkeit und weltweiten Horror.

Mord und Totschlag. Muslims gegen Christen. Christen gegen Muslims. 3,5 Millionen Opfer laut Amnesty International. 3,5 Millionen – das ist Berlin!
Alleine in Bols Stamm gab es über 250 Hingemetzelte.

Vielleicht haben Sie es gerade überlesen. 250. Bürgerkriegstote. Im. Stamm. Von. Manute. Bol. Der. Christ. Ist. Und Muslims eigentlich abgrundtief hassen müsste.

Stattdessen war und ist eines seiner Projekte – neben der Hilfe für die Kindersoldaten „Alliance for the lost boys of Sudan“, neben der Stiftung „Sudan Sunrise“, neben seinen unermüdlichen Vermittlungsversuchen zwischen den Bürgerkriegsparteien – der Bau von Schulen, in denen muslimische und christliche Kinder gleichberechtigt unterrichtet werden. „Hass löst keine Probleme“, sagte der große, weise Krieger. „Wir müssen den Hass aus den Kindern nehmen, damit der Sudan eine Zukunft hat.“

Seine Krankheit holte er sich auf einer Hilfsmission

Dieser stolze Mann, der nie gebückt ging, weil er sich seiner Größe nicht schämte, sondern sie als „Geschenk Gottes“ sah, ordnete sein Leben der Rettung seines Heimatlandes unter. Als das Geld knapp wurde, verdingte er sich mehr oder weniger als Clown. Er war der weltgrößte Boxer – die 35000 Dollar Gage gingen komplett an eine seiner Stiftungen – , der weltgrößte Eishockey-Spieler und der weltgrößte Jockey.

Komisch: Kaum jemand lachte über Bol, wenn er sich so vorführen ließ. Weil jeder spürte, wie viel Würde und Ernst er dabei hatte. Und welch großes Ziel.

Sie haben bis hierhin durchgehalten? Haben weitergelesen, um Manute Bol ein bisschen näher kennenzulernen? Danke. Halten Sie bis zum Ende durch, auch wenn es kein Hollywood-Farbfilm-Happyend gibt. Oh, nein.

Vor ein paar Wochen ist Manute Bol, der große Mann mit dem Riesenherz, in Charlottesville (Virginia, USA) gestorben. Elendiglich verreckt an einer Krankheit, die Fetzen aus der Haut frisst, vor allem im Gesicht, so dass er einmal elf Tage lang nichts essen konnte. Eine Seuche, die Nerven und Blutbahnen zerstört und die ihn mit nur 47 Jahren das Leben kostete.

Geholt hat er sich die Krankheit im Sudan. Bei einer seiner Hilfsmissionen. Unfassbar unfair kann das Leben manchmal sein. Aber er sah das anders, kämpfte noch todgeweiht im Rollstuhl um Spenden.
Sein Sarg – eine Spezialanfertigung

Bei der Trauerfeier in der National Cathedral in der US-Hauptstadt Washington D. C. sprachen US-Senator Sam Brownback, der Botschafter des Sudans Dr. Akec Khoc Acieu, NBA-Vizepräsident Rory Sparrow, „Sudan Sunrise“-Geschäftsführer Pastor Tom Pritchard und Manutes Onkel Bol Bol Choi. Ihre Worte kamen von Herzen. Sie würdigten den „Giganten der Wohltätigkeit“, der „sein Leben für sein Land gegeben hat“. Und sie alle schworen, dass das Lebenswerk des Manute Bol weitergeführt wird.

Dann wurde der Sarg nach draußen getragen. Dieser Sarg. Eine Spezialanfertigung. So unvorstellbar lang.

Als er auf seine letzte Reise ging, um in seiner geliebten Heimat neben seinem Großvater beerdigt zu werden, wurde klar, wie groß die Lücke ist, die Manute Bol hinterlässt. Nicht nur im Sudan. Nicht nur im Sudan!

Hier ein Video von Manute Bol, dem König des Blocks.

Fußball ist heute ein Geschäft. Sehr zum Leidwesen der “echten” und traditionsbewußten Fußballfans. Matthew Bazell beschreibt beispielsweise in seinem Buch “The People’s Game?” (ISBN 978-3-9812649-6-8) seine Abkehr vom “modernen” Fußball. Er beschreibt, warum er vom Arsenal London Fan zum reinen Sympathiesanten abstieg, warum Eintrittspreise, Spielergehälter und sinkende Anzahl singender, feiernder Fußballfans ihm sein Hobby vermiest haben.

Tja, selbst in der 3. Liga gab es Zeiten, wo schon sehr gut verdienende Spieler boykottiert haben, weil sie mal einen Monat ihr Geld später oder mit Abzügen erhalten haben – der zahlungspflichtige Verein stand kurz vor dem Ruin, was die Spieler aber nicht interessierte.

Ist das alles also noch das, was man will? Ist das noch der ehrliche Fußballsport, den Uwe Seeler und Co. den vergangenen Generationen vorgelebt haben? Ist die Zeit, in der alleine ans Geld gedacht wird und der Sport mit all seinen wunderbaren Höhen und Tiefen nur noch zur Nebensache verkommt?

Nein. Es gibt auch heute noch rühmliche Ausnahmen.

Sami Khedira hat mich beispielsweise im Zuge der Fußballweltmeisterschaft in Südafrika positiv überrascht. In einem Interview sagte er, dass es für ihn das Größte sei bei der WM für sein Land aufzulaufen. Er wisse nicht einmal was für Prämien für welche Plätze gezahlt würden. Ihm käme es nur darauf an, sportlich das Bestmögliche herauszuholen. Und zu guter letzt: er würde auch komplett ohne Prämienzahlungen für den DFB an der WM teilnehmen.

Sauber Sami, so will ich das hören!

Es gibt weitere positive Ausnahmen. So spielt z.B. die A-Jugendmannschaft des zuvor genannten Clubs aus Drittligazeiten in der Regionalliga Nord. Weite Fahrten und Spieler aus dem erweiterten Umland sorgen dafür, dass Kosten entstehen, die der recht klamme Club nicht immer aufbringen kann. So ist es die Konsequenz, dass die Spieler dieses Clubs ohne richtige Bezahlung dem Fußball nachgehen. “Ist doch selbstverständlich”, höre ich Euch nun raunen, “wir haben auch kein Geld in der Jugend erhalten!”
Sicherlich ist es für uns größtenteils noch selbstverständlich. Diese A-Jugend ist aber die einzige Mannschaft der Liga, in der die Spieler KEIN GELD erhalten. Auch das ist ein Zeichen für den Wandel des Fußballs in “modernere” Strukturen – ein fataler Weg meiner Meinung nach.

Nun werdet Ihr vielleicht sagen: “Ok, das ist ein Beispiel aus der Jugend, die Profis der Bundesligen sind nicht so zurückhaltend und bescheiden.”

Aber auch hier gab es in heutigen Gazetten eine sehr schöne Ausnahme zu lesen, den DSC Arminia Bielefeld.
Der jetzige 2. Ligist ist knapp bei Kasse, die Lizenz wurde nur unter allergrößten Anstrengungen ermöglicht. Spielraum für besondere Behandlungen der Profis gibt es also nicht. Trainingslager in Dubai oder sonstigen Orten der Welt mit erstklassigen 5*-Hotels sind unter den Umständen nicht machbar.

Damit aber die Mannschaft überhaupt in ein Trainingslager in Bad Füssing absolvieren kann, hat der neue Trainer Christian Ziege wohl in seine eigene Tasche gegriffen und einen fünfstelligen Betrag beigesteuert. Die Spieler haben zudem ihre Flugtickets selbst bezahlt.

Man sieht, der Fußball bietet auch traditionellen Schwarzmalern immer mal wieder das Gefühl der guten alten Zeit.

Ich habe heute einen sehr interessanten Artikel und einen dazu geschriebenen User-Kommentar gelesen. Der Artikel mit dem Titel “Social media und Marketing – was tut der Mittelstand?” befindet sich hier: http://bit.ly/d4I87V und befasst sich mit einer Studie, ob und wieviele KMUs Social Media (hier vor allem Twitter) in der Region Ostwürttemberg nutzen oder nicht.

Interessant ist einmal die Feststellung, dass 59% von 250 befragten kleinen Unternehmen Twitter nicht kennen. 3% nutzen den Dienst nur, 89% planen den Einsatz nicht.

Eine Userin schrieb nunmehr einen Kommentar, der für mich etwas befremdlich ist. Sie outet sich als “großen Fan” von Social Media, schreibt aber auch, dass nicht zwingend jedes kleine Unternehmen auch etwas von der Nutzung hat – es sogar peinlich sein kann, wenn man es falsch nutzt. Insgesamt möchte ich der guten Frau ihre Meinung lassen, keine Frage.

Aber eine ihrer Aussagen stört mich dann doch etwas. Ich zitiere:”vielleicht sollte man sich mal überlegen auch kritisch drüber zu denken, es gibt auch unternehmen die sehr wohl noch immer ohne homepage auskommen.

RUMMS!

Selbstverständlich gibt es diese Unternehmen. Aber: ist es wirklich im Unternehmenssinne sich auf Stammkunden und “machen wir schon immer so”-Handlungsweisen zu verlassen? Gerade in Zeiten, in denen Akquiseformen immer mehr restriktiert werden?

Ich merke es an mir selbst. Wenn ich etwas Neues suche, egal ob regional oder lokal, dann schaue ich im Netz nach, ob es eine Webseite gibt. Anbieter ohne Webseite fallen ganz aus meiner Entscheidung raus, Anbieter mit unzureichenden Informationen auf ihrer Webseite ebenfalls.

Sicherlich kommen manche Unternehmen auch ohne Webseite aus, aber im Zuge der globalen Angebote und Vergleichsmöglichkeiten werden diese Unternehmen irgendwann diesem Umstand Tribut zollen, da bin zumindest ich mir sicher. Gleiches gilt natürlich auch für Unternehmen, die zwar Webseite und E-Mail haben, aber auf Anfragen nicht reagieren, weil sie ihre Mailkonten nicht abfragen.

Letztlich geht es bei der Frage “Online” doch speziell für kleinere Unternehmen darum sich kostengünstig präsentieren zu können. Wer kann es sich denn leisten sich nur auf die herkömmliche Akquise zu verlassen? Wer kann sich denn teure Präsentationsunterlagen leisten, wenn es via www doch um einiges günstiger machbar ist? Ich denke kaum einer kann es sich wirklich leisten, von daher ist in meinen Augen für eine Unternehmen (gleich welcher Größe) eine Webseite heutzutage ein MUSS! Die Nutzung von Social Media wird an Wichtigkeit zunehmen und kann eine Onlinepräsenz stark unterstützen. Es kommt natürlich immer auf die Zielgruppen an, aber z.B. für Consumer-Produkte ist eine weitgestreute Onlinepräsenz innerhalb eines gut geplanten Onlinekonzepts kaum zu überbieten.

Die Zeit wird zeigen wer, warum und vor allem wie überlebt.

Egg

Legenden in Social Media

Vielleicht kennen Sie das auch. Um den Hype der Social Media entwicklen sich schnell Mythen und Legenden, und nur selten können die “Newbies” sich diesen entziehen. Klaus-Dieter Knoll macht einen Anfang und räumt mit drei großen Mythen auf, die sich seit Anbeginn als solche manifestiert haben in der Social Media Welt.

Wer kennt sie auch nicht…

Mythos 1: Emails sind tot.

Wirklich? Hat man dies nicht auch schon mal von der Briefpost gesagt? Und wieviel werden heute noch täglich verschickt? Mehr als wir denken. Emails haben sich den Platz in der täglichen Kommunikation auf Jahre gesichert. Selbst heute gibt es immer noch Menschen, die dieser Kommunikationsmöglichkeit entsagen – und dann sollll man sie schon für tot erklären? Ich denke nicht. Vor allem steckt die Kommunikation im Social Media Bereich oftmals noch in den Kinderschuhen. Seien es Statusanzeigen in Facebook, der Buschfunk in der VZ-Familie oder auch die 140 Zeichen in Twitter. Alles Kommunikationssysteme, die heutzutage vielfach genutzt werden. Doch bis jetzt ist diese Nutzergruppe recht homogen und stellt sicherlich noch keine Gesamtheit dar.

Viel eher noch geht gerade von diesen Kommunikationssystemen eine regelrechte Gefahr aus, denn jeder wird dort zu seinem eigenen Autor. Krisen sind vorprogrammiert, der von “Domino Pizza” ist bestimmt nicht der letzte große Fall gewesen.

Mythos 2: Unternehmen(r) müssen bloggen.

Wenn das Thema, das Umfeld und das Produkt selber zum bloggen passen, dann ist dies sicherlich eine Option. Mehr aber nicht. Es muss passen, damit das ganze ohne Streuverluste in das Gesamtpaket integriert werden kann. Ein Blog einzurichten geht heute schneller als ein vernünftiges 3-Gänge-Menü zuzubereiten. Doch was dann kommt, ist die eigentliche Herausforderung an einem Blog. Inhalte.

Die meisten Blogs verlieren dann an Attraktivität, wenn Sie nicht mehr regelmäßig gepflegt werden und die letzten Blogeinträge ein Datum preisgeben, das nach gefühlter Onlinezeit eine vorherige Generation darstellt. Kontinuität ist hier sicherlich ein Stichwort, das Blogs benötigen, um auch eine echte Informationsquelle für seine anvisierte Zielgruppe zu bieten. Doch wie gesagt, nur das Gesamtpaket kann ein nachhaltiges Unternehmensimage erzeugen. Ein Blog ist dabei nur ein kleiner Baustein in einer Matrix von Instrumenten der Unternehmenskommunikation.

Mythos 3: “Viral” ist gleichbeteutend mit Erfolg.

Stimmt. Ich produziere da schnell mal ein “Viral”, lade das auf youtube hoch und eine Woche später kennt jeder dieses Video … Schön, wenn es so einfach wäre, oder? Doch gehören zur Produktion der Virals, wie zu jeder anderen Kampagne auch, operationalisierende Taktiken, die durch eine Strategie Zusammenhänge erklären können/müssen. Sehr gute und vor allem nachhaltige “Virals”, wie die der Telekom-Flashmobs oder auch die anderer großen Marken, zeigen es auf. Es geht. Auch nachhaltig. “Self-made” Virals hingegen erfüllen sicherlich für einen Moment den Hypeanspruch, verpuffen danach aber genauso schnell, wie sie gekommen sind. Also Viral + billig = Erfolg ist leider in den wenigsten Fällen umzusetzen. Will man eine erfolgreiche Produktion, muss man eben auch in qualitative Maßnahmen investieren.

Und hier geht es zum Blogeintrag von Klaus-Dieter Knoll…

Hen

Explosion der Netzwerke.

Eines meiner Lieblingsdisziplinen ist das Geomarketing. Warum? Weil ich dort komplexe Sachverhalte grafisch so darstellen kann, dass ich auf einen Blick sehe was wie und warum zu tun ist. Eine andere hochinteressante Disziplin ist das Arbeiten im Bereich “Social Media” und deren Netzwerken.

Was aber haben beide Disziplinen gemeinsam?

Nun, manchmal lassen sich Beziehungen und auch Entwicklungen der Netzwerke auch entsprechend grafisch darstellen, so dass man einen Blick für die wichtigen Dinge bekommt, um sie strategisch einordnen zu können.

Eine solche Grafik bezogen auf die sozialen Netzwerke hat Chad Levitt, der Autor des “New Sales Economy Blog“, in einem Artikel des “Personal Branding Blog” von Dan Schawbel dargestellt. GRAFIK

Die Grafik zeigt auf einer Zeitleiste an, wie soziale Netzwerke in den Jahren 2003-2006 quasi explodiert und aus dem Boden geschossen sind. Anhand der Größe der “Blobs” ist schön zu erkennen, wie gewaltig manche Communities sind und welch großes Potenzial für den Einbezug in Marketingstrategien dort vorhanden ist.

Auffällig ist, dass die etablierten Netzwerke in dieser genannten Zeit entstanden sind, neuere Netzwerke seit 2007 schon weitaus weniger Potenzial besitzen, bzw. nicht mehr so angenommen werden.

Ist hier ein Rückgang im Bereich der Social Media zu sehen, oder konzentriert man sich auf bestimmte wenige Plattformen? Werden die etablierten Communities weiter wachsen, werden sie weiter internationalisiert, oder haben nur noch regionale oder sich feiner spezialisierende Plattformen eine digitale Zukunft?

Ist das Web 3.0 bereits in den Startlöchern? Wie sieht es aus? Wird es ein Web 3.0 überhaupt geben können?

Oder wird es zu einer Verschmelzung aller Anbieter zu einer (dann wohl sehr teuren) Monster- oder Gigacommunity kommen?
Welcher User von heute hat schon Lust und Zeit dazu auf 20 verschiedenen Social Communities aktiv zu sein – oder wird es zu einer Konzentration auf spezielle Communities kommen? Ist das Web 3.0 vielleicht einfach nur die zukünftige Verknüpfung aller Plattformen?

Die Zukunft wird es zeigen.

Ja, ich weiß – Social Media scheinen momentan das Hauptthema zu sein, wenn ich einen Beitrag verfasse. Es liegt aber wohl daran, dass unsere tägliche Arbeit zeigt wie ignorant viele Unternehmen mit dem Thema umgehen. Was aber in der Welt in diesem Bereich tatsächlich geschieht bleibt vielen verborgen, denn man interessiert sich nicht dafür.

Für Großunternehmen ist der Umgang mit sozialen Netzwerken heute ein absolutes Muß.

Warum?

Nun, immer wieder zeigen Beispiele, wie sehr sie einem Unternehmen schaden können. Im Umkehrschluß heißt das: richtig genutzt können sie einem Unternehmen aber helfen.

Das Handelsblatt hat durch ihren Mitarbeiter Thomas Knüwer einen Artikel veröffentlicht, der wieder einmal zeigt, dass Unternehmen Social Media nicht unterschätzen dürfen. Ganz im Gegenteil. Wenn nämlich z.B. ein Beschwerdemanagement heute bei Unzufriedenheit des Kunden nicht funktioniert, dann reicht oftmals das Verbreiten der Angelegenheit und des Frusts auf Social Media Plattformen aus, um einen herben Imageschaden zu verursachen.

Aussagekräftig folgendes Zitat des Artikels: “Doch da ist der Haken: Unternehmen heute – je größer, desto schlimmer – reden nicht mehr wie Menschen. Das beginnt in ihrem Inneren: E-Mails ersetzen persönliche Gespräche.” Noch schlimmer ist es nur noch, wenn Menschen auf E-Mails nicht einmal ein Feedback bekommen.

Ist es aber nur für Großunternehmen relevant?

Nein, denn durch den globalen Wettbewerb ist es für jedes Unternehmen mehr denn je notwendig sich auf allen möglichen Kanälen zu präsentieren. WELCHE Kanäle es letztlich sind, dass sind strategische Überlegungen. DAS es nötig ist – unbestritten.

Unternehmen, gleich ob Traditions- oder Gründungsunternehmen, aus den Bereichen Handel, Dienstleistung, Gastgewerbe, Sport oder sonstwas, haben eine große Chance durch das Nutzen der neuen Trends an Bekanntheit, Servicewahrnehmung usw. zuzunehmen, dazu bedarf es aber einer Öffnung gegenüber den neuen Medien und das Abstreifen der Beratungsresistenz.

Die Internetmarketer von NCM.at haben in ihrem Blog “Tourismus Besprechungsraum” 10 Tipps des Circos Brand Karma Chefs Morris Sim in deutscher Sprache zusammengefasst. Da das Thema “Social Media in der Hotellerie” bereits behandelt wurde ist das glaube ich ein guter Zusatz. Natürlich sind die Tipps nicht nur für die Hotellerie interessant, auch andere Branchen können sie adaptieren.

Die zehn besten Tipps für Ihre Social Media Konzeption noch einmal en detail.

1. Was macht Ihr Hotel für Gäste besonders attraktiv?

Warum kommen Ihre Lieblingsgäste ausgerechnet zu Ihnen? Erzählen Sie Geschichten, die Sie über Facebook, Twitter & Co kommunizieren. Denn im Internet gibt es mit Sicherheit noch viel mehr Menschen, die zu Ihren Lieblingsgästen gehören.

2. Bleiben Sie Ihren Lieblingsgästen mit der richtigen Botschaft treu:

Wenn Sie Ihre USP ständig ändern, verwirren Sie Ihre Lieblingsgäste. Ihr Image sollte konstant und einheitlich sein und eine klare Botschaft transportieren.

3. Platzieren Sie sich dort, wo Ihre Gäste sind:

Zahlreiche Plattformen wie Facebook, Twitter, Xing oder Blogs bilden die Basis für Social Media Aktivitäten verschiedenster Art. Finden Sie heraus, welche dieser Plattformen Ihre Gäste nutzen und platzieren Sie sich genau dort. Tipp: Facebook ist eine der größten Social-Network-Plattformen – dort präsent zu sein, ist garantiert richtig.

4. Veröffentlichen Sie interessante Inhalte:

Locken Sie Ihre zukünftigen und bestehenden Gäste mit interessantem Content. Denn nur Inhalte mit Informationswert werden gelesen. Nullbotschaften gehören garantiert nicht auf Facebook, Twitter und Co.

5.Schaffen Sie Fans:

Fans auf Facebook und Followers auf Twitter haben die Möglichkeit, mit Ihnen in Verbindung zu bleiben, ohne persönliche Details preiszugeben. Genau das ist es, was Sie wollen: So können Sie sich auf die Inhalte, die sie kommunizieren wollen, konzentrieren.

6.Schaffen Sie Dialoge:

Reagieren und interagieren Sie: Verwechseln Sie Social Media nicht mit Ihrer persönlichen Werbeplattform. Seien Sie authentisch und personalisieren Sie Ihre Inhalte, wann immer es möglich ist.

7. Schaffen Sie Links zu Betrieben, die ähnliche Lieblingsgäste haben wie Sie:

Ein Hotel in den USA, das sich auf Allergiker spezialisiert hat, ist keine Konkurrenz für Sie, aber Gäste, die dort Urlaub machen, planen vielleicht in diesem Moment einen Urlaub in Österreich.

8. Verlinken Sie sich mit Ihren Partnerbetrieben und den Angeboten Ihrer Ferienregion.

So bieten Sie Ihren Gästen ein rundes Gesamtbild Ihrer Region und erzeugen ein unvergessliches Urlaubserlebnis im Kopf. Dazu gehören Links zu den Anreisemöglichkeiten, den Shuttle Diensten oder dem hoteleigenen Fitnesstrainer.

9. Antworten Sie schnell und mit Einfühlungsvermögen auf negative Einträge oder Kommentare.

Sie zeigen Ihr wahres Gesicht, wenn Sie unter Druck stehen: Sehen Sie solche Vorkommnisse als Chance, Ihre Gäste von Ihrem Produkt zu überzeugen.

10. Erstellen Sie einen Social Media Guide für Ihre Mitarbeiter:

Wie viele Ihrer Mitarbeiter sind auf Facebook, Twitter und Co? Sogenannte Guidelines schreiben vor, was Ihre Mitarbeiter beim Kommunizieren im Web beachten müssen, sobald es um den Arbeitgeber – also Ihren Betrieb – geht.

Manchmal muß ich mich doch stark wundern.

Auch Fußballvereine haben das Anliegen Umsätze zu machen.

Das hatte ich bislang jedenfalls geglaubt.

Einen Teil dieser Umsätze macht das Merchandising aus. Im Vergleich zum Sponsoring und der generellen Werbevermarktung ist das natürlich nur ein kleiner Teil. Aber Vereine machen immer wieder einen Fehler. Sie scheinen oft nicht zu verstehen, dass für den Fan (und damit der meiner Meinung nach wichtigsten Anspruchsgruppe des Geschäfts) das Merchandise neben dem Sport eine elementare Rolle einnimmt. Nur mit Merchandise kann er nach aussen seine Liebe und seine Treue zum Verein ausdrücken. Stolz trägt er sein Trikot, sein T-Shirt, sein Baseball-Cap oder zückt sein Portemonnaie (oder Portmonee?) mit dem Vereinswappen. Immer wieder werden neue Trikots gekauft, manchmal auch zwei oder drei – mit verschiedenen Aufdrucken von Spielernamen. Es gibt also ein großes Potenzial.

Nun ist aber die alles entscheidende Frage: was wollen die Fans eigentlich?

Oder ist diese Frage doch nicht so wichtig?

Denn der Knackpunkt ist: viele Merchandiser scheint das nicht zu interessieren. Nur so kann ich mir erklären, warum mir immer wieder Kataloge um die Ohren fliegen, die eine derart große Menge an unmöglichem, unnützem und unnötigem Artikeln beinhalten.

Im Managerbereich werden immer wieder ehemalige Spieler eingestellt, “weil die das Geschäft kennen.”
Warum also werden für den Merchandisebereich nicht auch Leute eingestellt, die sich mit der Thematik auskennen?
Fans oder zumindest fannahe Personen sollten hier die Verantwortung tragen, denn die wissen meist was der Pöbel wirklich möchte.

Hundeleibchen mit Wappen sind ja im ersten Moment ganz witzig anzusehen, aber wer bitteschön braucht sowas?
Bei Oberligisten kann ich ja noch verstehen (oder zumindest verzeihen), wenn man dort nicht den Überblick hat, bzw. die Erfahrung im Umgang mit solchen Dingen nicht vorhanden ist. Hier ist auch oftmals eher das Problem, dass zu wenig Artikel vorhanden sind – und die vorhandenen nicht grade – sagen wir – “schön” sind.
Bei Bundesligisten allerdings kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Wozu haben die denn Marketing-/Merchandiseabteilungen, wenn dort eh keiner Ahnung zu haben scheint? Immer und immer wieder schütten sich Fans aus vor Lachen oder schreiben die Internetforen voll mit Unverständnis über besagte Merchandise-Fehler, aber es scheint nicht wirklich jeder in den Marketingabteilungen zu begreifen. Es kristallisiert sich auch bei den Fanvereinigungen immer wieder heraus, dass Textilien (Shirts, Schals, Pullover etc.) und Dinge wie Pins, Aufnäher oder Aufkleber das Nonplusultra sind.

Warum also werden nicht vermehrt verschiedene Motive der Verkaufsschlager aufgelegt, sondern immer wieder Müll, der keinen interessiert? Ein Fan ist oftmals schmerzfrei in seinem Konsum, keine Frage, aber er ist nicht dumm. Irgendwann reicht es auch ihm und der offensichtlichen Ausrichtung: “Konsum und Kommerz sind alles!”.

Bei den Traditionalisten jedenfalls geht es schon oftmals in Richtung Imageschädigung des geliebten Vereins.

Und jetzt sei die Frage erlaubt: ist das wirklich im Sinne der Vereine?

Es werden etliche Umfragen zu Themen gemacht, die einem alltäglich begegnen, warum also kann eine Marketingabteilung eines Fußballvereins nicht mal zum für den Fan alltäglichen Thema “Club” Umfragen starten? Nur so erfährt man doch letztlich das, was die Fans wollen. Als Nebeneffekt kommt beim Fan das Gefühl auf: “Da kümmert sich jemand um das, was wir wollen. Man interessiert sich für meine persönliche Meinung.” Und das ist ein richtig gutes Gefühl.

Der Kunde ist König, der Fan nur ein Geldlieferant?

Ich bin in zwei Vereinen seit mehreren Jahren Mitglied – sowohl Oberliga, als auch Bundesliga – aber mich hat noch nie jemand danach gefragt, was ich gerne als Merchandiseartikel hätte.

Vielleicht ist das der Grund, warum ich keins kaufe.

Eigentlich schade.

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