26.01.2010
Legenden in Social Media
Vielleicht kennen Sie das auch. Um den Hype der Social Media entwicklen sich schnell Mythen und Legenden, und nur selten können die “Newbies” sich diesen entziehen. Klaus-Dieter Knoll macht einen Anfang und räumt mit drei großen Mythen auf, die sich seit Anbeginn als solche manifestiert haben in der Social Media Welt.
Wer kennt sie auch nicht…
Mythos 1: Emails sind tot.
Wirklich? Hat man dies nicht auch schon mal von der Briefpost gesagt? Und wieviel werden heute noch täglich verschickt? Mehr als wir denken. Emails haben sich den Platz in der täglichen Kommunikation auf Jahre gesichert. Selbst heute gibt es immer noch Menschen, die dieser Kommunikationsmöglichkeit entsagen – und dann sollll man sie schon für tot erklären? Ich denke nicht. Vor allem steckt die Kommunikation im Social Media Bereich oftmals noch in den Kinderschuhen. Seien es Statusanzeigen in Facebook, der Buschfunk in der VZ-Familie oder auch die 140 Zeichen in Twitter. Alles Kommunikationssysteme, die heutzutage vielfach genutzt werden. Doch bis jetzt ist diese Nutzergruppe recht homogen und stellt sicherlich noch keine Gesamtheit dar.
Viel eher noch geht gerade von diesen Kommunikationssystemen eine regelrechte Gefahr aus, denn jeder wird dort zu seinem eigenen Autor. Krisen sind vorprogrammiert, der von “Domino Pizza” ist bestimmt nicht der letzte große Fall gewesen.
Mythos 2: Unternehmen(r) müssen bloggen.
Wenn das Thema, das Umfeld und das Produkt selber zum bloggen passen, dann ist dies sicherlich eine Option. Mehr aber nicht. Es muss passen, damit das ganze ohne Streuverluste in das Gesamtpaket integriert werden kann. Ein Blog einzurichten geht heute schneller als ein vernünftiges 3-Gänge-Menü zuzubereiten. Doch was dann kommt, ist die eigentliche Herausforderung an einem Blog. Inhalte.
Die meisten Blogs verlieren dann an Attraktivität, wenn Sie nicht mehr regelmäßig gepflegt werden und die letzten Blogeinträge ein Datum preisgeben, das nach gefühlter Onlinezeit eine vorherige Generation darstellt. Kontinuität ist hier sicherlich ein Stichwort, das Blogs benötigen, um auch eine echte Informationsquelle für seine anvisierte Zielgruppe zu bieten. Doch wie gesagt, nur das Gesamtpaket kann ein nachhaltiges Unternehmensimage erzeugen. Ein Blog ist dabei nur ein kleiner Baustein in einer Matrix von Instrumenten der Unternehmenskommunikation.
Mythos 3: “Viral” ist gleichbeteutend mit Erfolg.
Stimmt. Ich produziere da schnell mal ein “Viral”, lade das auf youtube hoch und eine Woche später kennt jeder dieses Video … Schön, wenn es so einfach wäre, oder? Doch gehören zur Produktion der Virals, wie zu jeder anderen Kampagne auch, operationalisierende Taktiken, die durch eine Strategie Zusammenhänge erklären können/müssen. Sehr gute und vor allem nachhaltige “Virals”, wie die der Telekom-Flashmobs oder auch die anderer großen Marken, zeigen es auf. Es geht. Auch nachhaltig. “Self-made” Virals hingegen erfüllen sicherlich für einen Moment den Hypeanspruch, verpuffen danach aber genauso schnell, wie sie gekommen sind. Also Viral + billig = Erfolg ist leider in den wenigsten Fällen umzusetzen. Will man eine erfolgreiche Produktion, muss man eben auch in qualitative Maßnahmen investieren.
Und hier geht es zum Blogeintrag von Klaus-Dieter Knoll…