28.04.2010
Viralmob…
Schönes Viral … Und bedenkt man die Umsetzung, sicherlich auch für das kleine Werbebudget geeignet … Da sieht man es mal wieder, die einfachen Dinge sind meistens die Besten!!!
Schönes Viral … Und bedenkt man die Umsetzung, sicherlich auch für das kleine Werbebudget geeignet … Da sieht man es mal wieder, die einfachen Dinge sind meistens die Besten!!!
Meine Mutter sagte schon früher immer: “Iss Käse, dat gibt Muckis!” Ich wollte es nie so recht glauben, geschmeckt hat er trotzdem.
Allerdings mag ich keinen Cheddar, sondern eher Sorten wie Butterkäse, Gouda und Edamer.
Dieser Käseliebhaber aber scheint Cheddar zu vergöttern. Wenn auch zuerst etwas traurig anmutend.
Was tun Hooligans an einem Valentinstag? Wem schütten sie ihr Herz aus?
Das fragten wir uns ja bereits schon einmal. Diese wirklich gelungene Kampagne von Puma gibt es natürlich auch in der italienischen Version, die ich Euch nicht vorenthalten möchte. Schaut es Euch an, irgendwie wirken die Jungs auch hier auf einmal richtig kuschelig und nett.
Sehr schöne Kampagne des Herstellers Puma.
Was tun Hooligans an einem Valentinstag? Wem schütten sie ihr Herz aus? Schaut es Euch an, irgendwie wirken die Jungs auf einmal richtig kuschelig und nett. Vielleicht aber auch deshalb, weil ich englische Fangesänge liebe und mir jedesmal eine Gänsehaut garantiert ist.
Vielleicht kennen Sie das auch. Um den Hype der Social Media entwicklen sich schnell Mythen und Legenden, und nur selten können die “Newbies” sich diesen entziehen. Klaus-Dieter Knoll macht einen Anfang und räumt mit drei großen Mythen auf, die sich seit Anbeginn als solche manifestiert haben in der Social Media Welt.
Wer kennt sie auch nicht…
Mythos 1: Emails sind tot.
Wirklich? Hat man dies nicht auch schon mal von der Briefpost gesagt? Und wieviel werden heute noch täglich verschickt? Mehr als wir denken. Emails haben sich den Platz in der täglichen Kommunikation auf Jahre gesichert. Selbst heute gibt es immer noch Menschen, die dieser Kommunikationsmöglichkeit entsagen – und dann sollll man sie schon für tot erklären? Ich denke nicht. Vor allem steckt die Kommunikation im Social Media Bereich oftmals noch in den Kinderschuhen. Seien es Statusanzeigen in Facebook, der Buschfunk in der VZ-Familie oder auch die 140 Zeichen in Twitter. Alles Kommunikationssysteme, die heutzutage vielfach genutzt werden. Doch bis jetzt ist diese Nutzergruppe recht homogen und stellt sicherlich noch keine Gesamtheit dar.
Viel eher noch geht gerade von diesen Kommunikationssystemen eine regelrechte Gefahr aus, denn jeder wird dort zu seinem eigenen Autor. Krisen sind vorprogrammiert, der von “Domino Pizza” ist bestimmt nicht der letzte große Fall gewesen.
Mythos 2: Unternehmen(r) müssen bloggen.
Wenn das Thema, das Umfeld und das Produkt selber zum bloggen passen, dann ist dies sicherlich eine Option. Mehr aber nicht. Es muss passen, damit das ganze ohne Streuverluste in das Gesamtpaket integriert werden kann. Ein Blog einzurichten geht heute schneller als ein vernünftiges 3-Gänge-Menü zuzubereiten. Doch was dann kommt, ist die eigentliche Herausforderung an einem Blog. Inhalte.
Die meisten Blogs verlieren dann an Attraktivität, wenn Sie nicht mehr regelmäßig gepflegt werden und die letzten Blogeinträge ein Datum preisgeben, das nach gefühlter Onlinezeit eine vorherige Generation darstellt. Kontinuität ist hier sicherlich ein Stichwort, das Blogs benötigen, um auch eine echte Informationsquelle für seine anvisierte Zielgruppe zu bieten. Doch wie gesagt, nur das Gesamtpaket kann ein nachhaltiges Unternehmensimage erzeugen. Ein Blog ist dabei nur ein kleiner Baustein in einer Matrix von Instrumenten der Unternehmenskommunikation.
Mythos 3: “Viral” ist gleichbeteutend mit Erfolg.
Stimmt. Ich produziere da schnell mal ein “Viral”, lade das auf youtube hoch und eine Woche später kennt jeder dieses Video … Schön, wenn es so einfach wäre, oder? Doch gehören zur Produktion der Virals, wie zu jeder anderen Kampagne auch, operationalisierende Taktiken, die durch eine Strategie Zusammenhänge erklären können/müssen. Sehr gute und vor allem nachhaltige “Virals”, wie die der Telekom-Flashmobs oder auch die anderer großen Marken, zeigen es auf. Es geht. Auch nachhaltig. “Self-made” Virals hingegen erfüllen sicherlich für einen Moment den Hypeanspruch, verpuffen danach aber genauso schnell, wie sie gekommen sind. Also Viral + billig = Erfolg ist leider in den wenigsten Fällen umzusetzen. Will man eine erfolgreiche Produktion, muss man eben auch in qualitative Maßnahmen investieren.
Und hier geht es zum Blogeintrag von Klaus-Dieter Knoll…
Was ich da gestern in meinem Postfach hatte, hat mich umgehauen. Sind hierzulande die Rundfunkanstalten eher darauf aus die Nichtzahler direkt auf die rechtlichen Gegebenheiten hinzuweisen, ist Schweden bereits viele Schritte weiter. Aber lieber selbst miterleben, wie die Schweden im Internet ein Viral schaffen, dass sogar eine eindeutige Botschaft erkennen lässt.
Nettes Viral zur Formel 1.
Sorry, ich fand den so gut, ich muß den posten.
Ein schmunzeln entlockt mir die Werbung immer. Da zeigt sich: Konsistenz und das Gesetz der guten Fortsetzung müssen nicht immer einfallslos sein.
Ein schönes Viral kommt da angeflogen. Die kritische Masse der Infizierten ist jedenfalls schon lange geknackt, sofern man sich für den Zähler auf youtube interessiert. Liegt sicherlich daran, dass eine leicht verständliche und klar erkennbare Botschaft hinterlegt ist, sodass das Weiterleiten auch Spaß macht. Ein Viral eben mit Sinn und Verstand …
Etwas provozierender und viel schockierender geht es da schon bei den Londoner Kollegen um Dr. Forster zu. Der leise Killer des Rauchens. Auch hier wird Wert auf die eindeutige Indentifzierbarkeit der Botschaft gelegt. Aber sie kommt rüber. Schauen wir mal, wie lange es braucht, um hier die kritische Masse zu überwinden. Fazit meinerseits jedoch: schockierend gut …
Youtube hat das Video wegen Verstosses gegen die Nutzungsbedingungen entfernt, in etlichen Foren wird das Thema ausgiebig und teilweise heftig diskutiert. Der Regenbogen e.V. aus Saarbrücken hat mit seiner HIV-Kampagne “AIDS ist ein Massenmörder” für viel Aufsehen gesorgt. In dem Video wird eine Sex-Szene gezeigt, in der gegen Ende der männliche Teilnehmer mit einem an Hitler angelehnten Gesicht gezeigt wird. Weitere Videos mit den Konterfeis von Stalin und Hussein folgten.
Nun stellt sich die Frage: wie kontrovers darf eine solche Kampagne sein, wieviel Salz darf man in offene Wunden streuen?
Ist es dem Thema gerecht geworden, oder übertreiben es die Macher? Ist diese Kampagne mit den Kampagnen von Benetton zu vergleichen, dienten diese vielleicht sogar als eine Art Vorbild?
Im Vorfeld des Welt-Aids-Tages wurde dieses Video in Kinos etc. gezeigt und hat seine Wirkung ganz bestimmt nicht verfehlt.
Aus Sicht des Marketers ist diese Kampagne mit Sicherheit ein voller Erfolg. Genau das, was momentan mit diesem Video, respektive der Kampagne passiert ist es, was Viralmarketing per se ausmacht. Innerhalb kürzester Zeit wurde die Kampagne bekannt und ein Ende ist nicht in Sicht. Es ist in etwa das Phänomen eines Sacha Baron Cohen, der mit ähnlichen Strategien die Massen und Medien provoziert und erreicht.
Die Zielgruppe der Kampagne, die Gruppe der vermutlich vermehrt gefährdeten Jugendlichen, werden heute durch ein Medium auf die lauernde Gefahr aufmerksam gemacht, in welchem sie sich regelmässig aufhalten.
Nach Auffassung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) in Köln dürfen “Anti-Aids-Kampagnen weder drohen noch diskriminieren. Ein Schockmoment macht handlungsunfähig. Eine bewusste und stabile Verhaltensänderung, die Basis der Aids-Prävention, wird dadurch ganz bestimmt nicht erzielt.”
Und genau hier scheiden sich die Geister.
Ich denke es sollte klar sein, dass mit dieser Kampagne kaum einer der Konsumenten direkt im nächsten Moment zur ewigen Enthaltsamkeit konvertieren wird – dennoch ist es mit dieser Kampagne gelungen das Thema AIDS wieder in die Köpfe der Gesellschaft zu brennen. Das die Aufmerksamkeit bzgl. der Krankheit seit 1980 sinkt zeigte erst kürzlich eine Studie der BZgA.
Letztlich kann es keinen Imageschaden durch eine solche Kampagne für irgend jemanden geben, denn es geht hier nicht um Werbung, es geht um Prävention.
Heute morgen las ich in der Zeitung, dass nun auch die Deutsche AIDS-Hilfe den sofortigen Stop der Kampagne fordert. Das Mitglied Carsten Schatz sieht es als fatal an, dass man HIV-Infizierte als Massenmörder darstelle.
Ich allerdings kann das Statement nicht so ganz nachvollziehen. Wie kann man den Spot auf HIV-Infizierte münzen, wo doch ganz klar die Aussage im Raume steht “AIDS ist ein Massenmörder”.
Ebenfalls nicht nachvollziehen kann ich die Aussagen des britische National Aids Trust, wonach wirksame Gesundheitskampagnen zwar ruhig schockieren dürften, doch sorgten unverantwortliche Aussagen dafür, dass die Leute nicht mehr zuhörten.
Ich denke aber genau hier setzt der Spot an. Als Viral und einem unbändigen Umlauf hört (oder besser sieht) man definitiv genau zu. Ob die gewünschte Wirkung erzielt wird ist sicherlich fraglich, unbestritten ist aber, das man eine Wirkung erzielt.
Wenn also auf Autobahnschildern mit Schockwirkungen und psychologischen Tricks gearbeitet, auf Zigarettenschachteln mit dem Tode gedroht wird, oder wie in Neuseeland Plakate mit blutenden Kinderaugen präsentiert werden, dann kann auch eine wirklich gefährliche Jahrhundertkrankheit , die immer in den Hinterköpfen der Menschheit vorhanden sein sollte, entsprechend manifestiert werden.
Wir möchten das Video hier nicht direkt verlinken, aber einen Link zur Kampagne an sich ermöglichen wir dennoch.